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Große Koalition bekennt sich zur Spieleindustrie

in Politik
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Endlich stellt sich die Regierung hinter die Spieleindustrie. Während diese seit gefühlten 30 Jahren mit Zensur der Bundesprüfstelle und der ständigen Diskussion zu Killerspielen konfrontiert sah, beinhaltet der aktuelle Koalitionsvertrag der CDU/CSU und der SPD erstmals Computer- und Videospielhersteller als förderungswürdige Industrie.

Damit werden erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Computer- und Videospiele als förderungswürdiges Medium genannt. "Digitale Spiele prägen den Alltag vieler, insbesondere jüngerer Menschen in unserem Land", heißt es im Koalitionsvertrag. "Wir erkennen die Vielfalt hochwertiger Angebote, insbesomndere pädagogisch wertvoller Computerspiele, sowie die große kreative Leistung und hohe technische Kompetenz der Spieleentwickler an. Dies wollen wir weiter fördern, beispielsweise mit dem Deutschen Computerspielepreis. Diesen wollen wir zeitgemäß weiterentwickeln. Die gemeinsam mit den Marktteilnehmern weiter ausgebaut werden, um in den Schwerpunkten Wirtschaft und Ausbildung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur sowie Forschung und Wissenschaft neue Impulse setzen zu können. Wir wollen zudem das digitale Spiel für nachfolgende Generationen erhalten. Es gilt, geeignete Archivierungsmöglichkeiten zu prüfen."

Die Branchenverbände BIU und G.A.M.E. begrüßen zwar grundsätzlich die Initiative der zukünftigen Regierungsparteien, weisen aber auch auf Lücken hin.

„Mit dem vorliegenden Koalitionsvertrag schlagen wir ein neues Kapitel auf, erstmals beinhaltet ein Koalitionsvertrag ein so starkes Bekenntnis zur Computer- und Videospielbranche, dem Standort Deutschland und der kreativen und technischen Leistung der Branche, dies ist ein großes Lob für die Branche und Ausdruck der geleisteten Arbeit in den vergangenen Monaten und Jahren", sagt BIU-Chef Dr. Maximilian Schenk.

Allerdings wird eine steuerliche Förderung von Spielestudios immer noch nicht genannt, und auch die Unterstützung des Deutschen Computerspielepreises unterliegt wie sämtliche Punkte des Koalitionsvertrags dem Finanzierungsvorbehalt.

G.A.M.E Geschäftsführer Thorsten Unger: „Bei aller Freude über diese Punkte, bietet der Koalitionsvertrag auch deutlichen Anlass zur Kritik. Die Koalition hat es versäumt eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung auf den Weg zu bringen und ignoriert damit die Wichtigkeit dieses Instrumentes für zusätzliche Wachstumsimpulse."

BIU und G.A.M.E hoffen auf ein positives Votum zum Koalitionsvertrag beim anstehenden SPD-Mitgliederentscheid, um den aktuellen Stillstand schnellstmöglich zu beenden. Beide Verbände fordern, dass innerhalb der ersten 100 Tage substantielle Weichenstellungen vorgenommen werden müssen, um das Bekenntnis der Koalitionäre zur Computer- und Videospielbranche mit Leben zu füllen.

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